Nachfolgend typische Fragen und Antworten zu dem Thema muffiger Geruch, kein Schimmel sichtbar.
Wichtig: Sie können mit den nachfolgenden Hinweisen probieren, die Ursache selbst einzugrenzen. Bitte öffnen Sie Bauteile nie ruckartig und schützen Sie sich. Vor dem Beginn von Rückbauarbeiten sollten Sie immer einen Sachkundigen hinzuziehen. Ansonsten können Sie sich selbst und andere gefährden und kontaminieren u.U. viele Zimmer und die Einrichtung.
In älteren Gebäuden entsteht ein modriger Geruch im Keller besonders häufig.
Folgende Ursachen sind typisch:
Gibt es z. B. Vertäfelungen, Fußbodenbeläge oder andere Abdeckungen, besteht immer das Risiko, dass sich dahinter Schimmelpilze oder Bakterien vermehren können.

Der Keller ist hierbei ein Spezialfall, da die Wände Erdkontakt haben und dadurch ein anderes Temperaturgefälle vorhanden ist. Mittels Geruchsprüfung, Probeöffnungen und Messtechnik (z. B. mit Kugelkopf-Messgerät von TFA) kann die Ursache eingegrenzt werden.
Ist der Ausbau im Keller zu wertvoll für Bauteilöffnungen oder sind diese zu schwer zu erreichen, ist es möglich, eine Raumluftmessung auf MVOC (mikrobielle flüchtige organische Verbindungen) zu machen. Diese Messungen sollten nur von Bausachverständigen durchgeführt werden.
Auch der Einsatz eines Schimmelspürhundes ist denkbar, s.a. Artikel.
Schreiben Sie uns für einen Experten vor Ort, wenn Sie einen Schimmelgeruch wahrnehmen und nicht weiterkommen.
Ein kaum benutzter Siphon ist eine Brutstätte für Bakterien und Schimmel. Modriger Geruch wird erzeugt, der verdünnt in der Raumluft wahrnehmbar ist.
Einfache Abhilfe schafft das Einfüllen von Wasserstoffperoxid (11,9 %). Auch das regelmäßige Eingießen von Wasser ist hilfreich, damit das gestockte Wasser ausgetauscht wird. Falls ein Siphon nicht mehr genutzt wird, ist es eine Option, diesen zu verschließen.
Gegenstände aus einem vorherigen Haus, mitgenommener Sperrmüll oder Möbel von Freunden und Verwandten können selbst Gerüche einbringen. Bei guter Belüftung ist der Geruch evtl. nicht auffällig, in verschlossenen Zimmern wirkt sich dieser anders aus. Prüfen Sie, ob das Ausräumen von Gegenständen eine Verbesserung bewirkt. Ausmisten soll zudem befreiend wirken.
Im Keller herrscht oft eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, da dieser am Erdreich anliegt, in der Regel nicht gedämmt und beheizt ist.
Wenn nun organische Gegenstände wie Kartons und Bücher gelagert werden, können diese einen Modergeruch entwickeln und das Wachstum für Schimmel begünstigen.
Es ist empfehlenswert, Hygrometer (z. B. Thermohygrometer) im Keller aufzustellen, um ein Gefühl für die aktuelle Luftfeuchtigkeit und die Raumklimaentwicklung zu erhalten.
Kunden kommen immer wieder auf die Idee, im Sommer im Keller zu lüften, um ihn trockener zu machen. Warme Luft kann allerdings viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen (Thermodynamik).
Ich erkläre es gerne mit dem Bierglas-Effekt. Ein kaltes Bier im Hochsommer und schon laufen die Wassertropfen am Glas herunter, d. h. der Taupunkt wurde überschritten und Wasser aus der Luft kondensiert.
Um die Kellerfeuchtigkeit zu reduzieren, können Sie gezielt lüften – wenn es außen deutlich kälter ist als im Keller. Allerdings schaffen es die wenigsten, das kontinuierlich durchzuführen. Mittlerweile gibt es für feuchte Keller auch sensorgesteuerte Taupunkt-Lüftungssysteme.
Evtl. ist eine feuchte Wand vorhanden, die durch eine unzureichende Drainage oder Außenabdichtung entstanden ist. Das ist oft sichtbar, aber in manchen Fällen auch nicht.
In diesen oder weiteren unklaren Situationen schreiben Sie uns für einen Vor-Ort-Termin.
Nicht selten wird nach einem Wasserschaden eine Trocknung und Sanierung durchgeführt, doch der Schimmelgeruch bleibt.

Bei Schimmel, aber auch bei Bakterien entstehen flüchtige Verbindungen (MVOC), und diese können in verschiedene Bauteile gehen und dort selbst längere Zeit ausgasen.
In einem komplizierten Fall war der Geruch in einem Zimmer sogar durch die Wand (Gipsplatte) gewandert.
Es ist möglich, dass die Sanierung nur unzureichend durchgeführt und der Schaden nicht vollständig behoben wurde. Lassen Sie sich die Trocknungsprotokolle geben und dokumentieren Sie möglichst viele Informationen, was wie gemacht wurde.
Ebenso sind Verschleppungen von Schimmel in andere Räume möglich, wenn bei der Sanierung nicht sauber abgetrennt wurde.
Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an uns für eine Nachkontrolle und Ideen, um den Geruch wieder zu reduzieren. Das kann meistens nur vor Ort und anhand der Vorgeschichte geklärt werden.
Riecht die Kleidung muffig, sind folgende Ursachen besonders häufig.

Der Kleiderschrank steht z. B. direkt an einer Außenwand (ohne / kaum Luftzirkulation). Dahinter kann sich Kondensat (Feuchtigkeit) bilden und ein Schimmelpilz oder Bakterien können wachsen. Rücken Sie den Schrank vor und prüfen Sie, ob Sie Anzeichen für einen Schimmelpilz sehen (z. B. Verfärbungen). Der Geruch von Schimmel kann sehr persistent sein und sich lange in der Kleidung halten. Es ist hilfreich, die Kleidung bei der maximal verträglichen Temperatur zu waschen und an der frischen Luft / Sonne einige Tage aufzuhängen. Bei starker Kontamination kann es sinnvoll sein, die Kleidung zu entsorgen.
Eine weitere Besonderheit in einem Kleiderschrank sind die Beschichtungen (Öle, Lacke) und die Materialien. Im Inneren von Schränken gibt es kaum Luftaustausch. Das führt dazu, dass die Gerüche sich konzentrieren und die Kleidung diese aufnimmt.
Je nach Beschichtung sind längere Trocknungszeiten sinnvoll oder das Beschichten mit speziellen Anstrichen. Es ist generell hilfreich, die Kleidung aufzuhängen, anstatt sie zu stapeln.
Lesen Sie auch das folgende Kapitel, denn die Baumaterialien können auch diesen muffigen Geruch in die Kleidung bringen.
Unter Sachverständigen ist der typisch schimmelig-muffige Fertighausgeruch bekannt. Dieser kann auch in Richtung modriger Geruch tendieren – je nachdem, wie viel Feuchtigkeit beteiligt ist.

Der Fertighausgeruch ist sehr penetrant und bleibt an der Kleidung der Bewohner haften, d. h. diese blenden ihn zwar häufig aus, aber Freunde, Verwandte und Besucher sollten bei Verdacht Hinweise geben.
Ursächlich sind oft Chloranisole, die durch Bakterien und Schimmelpilze gebildet werden. Wichtig zu wissen ist, dass die gefährlichen Holzschutzmittel Pentachlorphenol (PCP), Lindan etc. in den oben genannten Baujahren eingesetzt wurden und diese eine Grundlage für die Chloranisole sind (z. B. PCP --> Trichoderma virgatum --> Pentachloranisol).
Die Frage nach einem Feuchteschaden kann nicht eindeutig beantwortet werden und müsste geprüft werden.
Wenn Sie ein Fertighaus / Steinhaus aus den Baujahren 1959 bis ca. 1986 kaufen wollen oder bereits nutzen, empfehle ich Ihnen dringend eine Prüfung auf Gefahrstoffe. Das Vorhandensein von Chloranisole, Holzschutzmitteln und weiteren Schadstoffen kann einen enormen Wertverlust bedeuten und ein Gesundheitsrisiko darstellen.
Schreiben Sie uns für eine Bestandsaufnahme mit Geruchsprüfung – egal ob Wohnung, Haus, Schule, Kindergarten oder Büro.
Lüften ist die schnellste und beste Art, Gerüche zu reduzieren. Die Ursache ist damit weiterhin nicht behoben, aber als Übergangslösung die beste Wahl. Weitere Hinweise dazu erhalten Sie im Artikel Chronisch müde? - probier die kostenlose Frischluft-Therapie.
Ausmisten oder Entrümpeln hilft in vielen Fällen. Nicht selten sind der Keller oder andere Räume voll mit alten Sachen, die Gerüche abgeben. Probieren Sie es aus!
Rückbau ist sinnvoll, wenn die Quelle eindeutig identifiziert wurde. Bitte achten Sie darauf, sich vor Schimmel und Stäuben zu schützen.
Bauteilöffnungen sind notwendig, wenn die Ursache versteckt ist – z. B. bei einem Schacht oder Dämmung. Damit nicht unnötige Kosten durch Beschädigungen entstehen, empfehlen wir hierfür die Beratung durch unsere Sachverständigen.
HEPA 13 Staubsauger – Feinstaub ist Träger von Gerüchen, Allergenen, Schadstoffen, Schimmel und mehr. Damit Sie diese regelmäßig entfernen, ist das eine lohnenswerte Anschaffung für Ihre Gesundheit, z. B. das folgende Gerät von Philips. Diese Maßnahme wird das Zimmer oder Haus nicht komplett geruchsneutral machen, d. h. die Ursache muss trotzdem geklärt werden.
Sanierung – wurden Schimmel, Feuchtigkeit oder Holzschutzmittel gefunden, ist in vielen Fällen eine Trocknung / Sanierung notwendig. Unser Ziel dabei ist, mit nachhaltigen Materialien und erprobten Lösungen zu arbeiten, damit Schimmel nie mehr auftritt und Ihr Haus oder Zimmer nicht mehr riecht. Dabei ziehen wir immer Materialien vor, die geruchsarm sind und deren Inhaltsstoffe wir kennen. Das ist besonders für Allergiker wichtig.
Weglassen / Entfernen von Parfum, Duftkerzen, Weichspülern, Desinfektionsmitteln etc. Sie können den eigentlichen Geruch überdecken und auch zu Mischgerüchen führen, die in „offene“ Materialien ziehen. Bei einem Vor-Ort-Termin berücksichtigen wir solche Quellen.
Verhaltensänderung ist z. B. bei falschem Lüftungs- und Heizverhalten sinnvoll. Auch das Trocknen von Wäsche in einem grenzwertig feuchten Zimmer kann zusätzlich einen Einfluss haben.
Die Geruchsprüfung ist ein unverzichtbarer Baustein für die ganzheitliche Bestandsaufnahme geworden.
Ihr größter Vorteil ist das Einsparen von unnötigen Kosten (insbesondere Laborkosten). Mit einer geübten Nase, Handmessgeräten und Kenntnissen zur Bauhistorie lassen sich mögliche Ursachen gezielter eingrenzen und evtl. notwendige Laboruntersuchungen auf ein Minimum beschränken.
Einige geruchlich auffällige Stoffe lassen sich mit dem Labor nicht oder nur sehr aufwendig erfassen. Die Nase kann gleichzeitig ein großes Spektrum an Substanzen wahrnehmen.
Achten Sie auch auf Hinweise von Freunden, Verwandten, denn die Geruchsschwelle nimmt mit der Zeit ab, d.h. Sie selbst gewöhnen sich an Gerüche.
Haben Sie noch eine Frage oder möchten Sie ein Angebot zur Abschätzung der Kosten?
Melden Sie sich per Mail: info@bauberater-kdr.de.
Ich hatte mal eine Wohnung und als Selbstständiger war ich viel am PC und hatte den Blick in den kleinen Vorgarten und zu meinen Nachbarn.
Normalerweise interessiert es mich nicht, was diese tun und lassen, aber zeitweise habe ich bewusst auf das Lüften geachtet und festgestellt, dass ich Schwierigkeiten hatte, überhaupt geöffnete Fenster zu entdecken – bis auf wenige Tage im Jahr.
Im Sommer wurden die Fenster tagsüber zugelassen, damit es kühl bleibt. Im Winter waren sie fast immer geschlossen – wahrscheinlich, um Energie zu sparen und Zugluft vorzubeugen.
Warum ist das so problematisch: Wir atmen Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus, d. h. in der Raumluft wird Kohlendioxid mehr. Im Körper sind folgende Symptome typisch:
Orientierungswerte. Angenommen: frisch gelüfteter Raum bei Beginn, Raumhöhe: 2,30m, Luftwechselrate: 0,3 (entspricht Isolierfenster)
Es ist nicht verwunderlich warum viele gerädert und mit Kopfschmerzen aufwachen und chronisch müde sind. Bekannt ist zudem, dass ein Zusammenhang zwischen der Kohlendioxidkonzentration und der Unzufriedenheit von Bewohnern besteht. Es kann so einfach sein – eine Frischluft-Therapie durchs Lüften.

© BMUV www.bmuv.de/WS550
Die Zeiten sind zur Orientierung und abhängig von der Temperatur-Differenz und den Fenstern/Türen, d. h. im Winter brauchen Sie weniger Zeit, um einen Luftaustausch zu machen.
Es gibt Hinweise darauf, dass eine Senkung der Kohlendioxid-Konzentration
Das ist übertragbar auf Mitarbeiter und natürlich auf Sie selbst.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Studien haben gezeigt, dass mit steigender Kohlendioxidkonzentration die Atemwegserkrankungen steigen. Sie sollten natürlich entsprechend dem Winter gekleidet sein und zügige Luft meiden.
Erledigen Sie etwas in einem anderen Raum, um Zugluft zu umgehen, z. B. bevor Sie auf die Toilette gehen, öffnen Sie die Fenster. Anschließend wieder verschließen. Erledigt.
Jede Gewohnheit benötigt Wiederholung, bis sie verinnerlicht ist – ca. 6 Wochen. Lassen Sie sich von Ihrem Smartphone erinnern oder noch besser – stellen Sie sich ein Kohlendioxid-Messgerät in den Raum. Ab einer eingestellten Konzentration erinnert das Gerät durch einen Piepton ans Lüften.
Nutzen Sie das Kontaktformular oder schreiben Sie uns eine E-Mail.
Wenn Sie warten, wird die Geruchsintensität abnehmen. Sie werden evtl. denken, das Problem ist gelöst – dem ist aber nicht so!
Unser Geruchssinn setzt die Geruchsschwelle bei dauerhaftem Kontakt herunter. Die Auswirkungen auf Ihren Körper bleiben.
Werden Sie aufmerksam, wenn Freunde erwähnen, dass Ihre Kleidung oder Ihr Haus muffig riecht.
Grundsätzlich ist ein neutraler Geruch im Haus anzustreben.
Ein muffiger Geruch im Haus deutet auf Feuchtigkeit, Schimmel- oder Bakterienwachstum hin. Weitere Möglichkeiten sind ältere Einrichtungsgegenstände, Beschichtungen sowie Bücher, Teppiche und Textilien.
Bewährt hat sich das nachfolgende, strukturierte Vorgehen. Gehen Sie Punkt für Punkt der Anleitung durch. Wenn ein Schritt nicht auf Sie zutrifft, überspringen Sie diesen.
Entdecken Sie Verfärbungen, wellige Tapeten oder abplatzenden Putz, sind das Indizien für Feuchtigkeit und Schimmel.
Bei eindeutigem Befall mit einem Schimmelpilz sollten Sie die Fläche sofort desinfizieren, damit keine Sporen oder Mykotoxine freigesetzt werden. Lassen Sie dabei die Finger von chlorhaltigen Desinfektionsmitteln, Haarspray und Essig. Nutzen Sie Wasserstoffperoxid als Wirkstoff z. B. FUNGIVER Schimmelpilzentferner.
Anschließend muss die Ursache im Zimmer bestimmt und weitere Maßnahmen für eine Schimmelsanierung festgelegt werden. Hierfür empfehle ich Bauberater kdR in Ihrer Nähe s.a. Google Maps - Karte.
Die optimale Luftfeuchtigkeit (relativ) liegt zwischen 40 - 60 % (abhängig von der Nutzung).
Steigt die Feuchtigkeit auf über 60 % (rel.), steigt das Risiko von Bakterien- und Schimmelwachstum und es kann zu chemischen Wechselwirkungen kommen – auch versteckt in Bauteilen.
Daher sollten Sie grundsätzlich mehrere Hygrometer (Feuchtigkeitsmessgeräte) aufstellen. Sinnvoll ist das im Schlafzimmer, Kinderzimmer, Wohnzimmer, Bad, Keller und weiteren Räumen, wo ein Risiko besteht oder es muffig riecht.
Geeignete Feuchtemessgeräte sind z. B. 608-H1 (Temperatur, Feuchte und Taupunkt-anzeige mit Alarmfunktion) oder Govee Hygrometer (Datenlogger, um Verlauf aufzuzeichnen).
Wenn Sie eine erhöhte Feuchtigkeit messen, sollten die Ursachen eingegrenzt werden, mit Schritt 3.
Für den Beginn der Suche eignet sich ein Feuchtigkeitsmessgerät (z. B. BM31). Zerstörungsfrei lassen sich auffällige Bereiche in der Nähe der Oberfläche finden.
Typisch auffällig sind Zimmerecken, Außenwände oder Sockelleisten.
Wenn Sie erhöhte Feuchtigkeit feststellen, kommen folgende Ursachen in Betracht:
Wenn Sie die Ursache nicht selbst beheben oder finden können, melden Sie sich sofort mit Bildern und Beschreibung über info@bauberater-kdr.de.
Keine Feuchtigkeit gefunden?
Entfernen Sie stückweise Gegenstände aus dem auffälligen Zimmer und beobachten Sie Veränderungen auf den Geruch. Dann sollten Sie das leere Zimmer mit einem Feinstaubsauger (mind. HEPA 13 - Filter) reinigen und feucht wischen sowie ausgiebig lüften.
Riecht der leere Raum immer noch genauso intensiv wie vorher, liegt die Ursache in den Wänden oder dem Fußboden. In diesen Fällen vermitteln wir zertifizierte Geruchsprüfer kdR.
Ist der Geruch nach Entfernen einer oder mehrerer Gegenstände komplett und dauerhaft weg, sollten Sie den Gegenstand entsorgen und falls wertvoll ggf. dekontaminieren bzw. entsprechend beschichten. Wir haben bereits für Museen wertvolle Exponate gereinigt und gerettet. Schreiben Sie uns bei Bedarf.
Riecht der leere Raum schon besser, aber weiterhin nicht neutral, können chemische Stoffe von Möbeln auch in die Wände gezogen sein und umgekehrt.
In diesen Fällen wird es zu komplex und wir empfehlen hierfür zertifizierte Geruchsprüfer kdR.
Oft verdünnen sich Gerüche an der Luft und vermischen sich. Mit Geruchsproben lassen sich die Ursprungsgerüche in intensiverer Form testen, d. h. nehmen Sie Materialproben und fügen diese in ein neutrales, sauberes Glas.
Unter dem Deckel sollten Sie eine Aluminiumfolie einklemmen (bei Metall-/Kunststoffdeckeln), um Fremdgerüche zu minimieren oder geruchsneutrale Apothekergläser verwenden (s.a. Bild). Nach 1 - 3 Tage riechen Sie kurz in das Glas. Ist es der muffige Geruch, haben Sie vermutlich eine Ursache gefunden.
Falls das identifizierte Objekt ohne viel Aufwand entfernbar ist, empfehle ich das Ausschlussverfahren (s.a. Schritt 4), um sicher zu sein.
Ansonsten gibt es sehr viele Möglichkeiten und Sie sollten einen unserer zertifizierten Geruchsprüfer kdR kontaktieren.
In manchen Fällen tritt der Geruch zu bestimmten Jahreszeiten und Uhrzeiten auf – z. B. durch Wärmebrücken entsteht im Winter Kondensat und damit möglicher Wachstum von Schimmel.
Die möglichen Wechselwirkungen sind sehr komplex und nicht in einem Artikel abzubilden, daher empfehle ich Ihnen einen Bauberater kdR hinzuzuziehen.
Stoßlüften
Lüften ist immer noch die günstigste und schnellste Möglichkeit, einen Geruch zu reduzieren. Aus energetischen Gründen lieber Stoßlüften (2 gegenüberliegende Fenster öffnen) als dauerhaft auf Kipp.
Vermeiden Sie Duftsprays, Parfüm
Ein Überdecken vom Geruch löst das Problem nicht und Duftstoffe können Ihre Gesundheit zusätzlich gefährden.
Muffiger Geruch im Haus kann ebenso von Zimmerpflanzen verursacht werden. Weitere Informationen dazu unter
Schimmel auf Blumenerde: Gefährlichkeit, Mittel und Tipps
Seit 2007 gibt es die Weiterbildung zum zertifizierten Geruchsprüfer kdR.
Weitere Informationen zu Terminen und Kosten erhalten Sie unter: https://www.iquh.de/seminare/
Waldemar Bothe
Dipl.-Ing. (FH)
Bausachverständiger kdR
Geruchsprüfer kdR
Vorstandsmitglied der DGUHT e.V. - aktiv für Mensch und Umwelt
Leiter des Bundesverbandes Bauberater kdR
Sollten Sie noch Fragen haben oder weitere Antworten im Artikel vermissen – melden Sie sich gerne unter info@bauberater-kdr.de.
]]>Diese drei Faktoren bewirken eine höhere Belastung durch Schadstoffe in der Luft, was bei längerer Einwirkung zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Diese Zusammenhänge werden durch Studien bestätigt. (1)
Besonders bei Schwangeren und Kindern ist eine Schadstoff-freie Umgebung wichtig.

Der folgende Artikel versucht alle wichtigen Aspekte von Schadstoffen in der Luft (Emissionen) zu beleuchten.
In der Luft befinden sich Stoffe, die sich auf die Gesundheit des Menschen und die Umwelt negativ auswirken – so lassen sich Luftschadstoffe definieren.
Bis heute, so schätzen Experten, sind in Innenräumen ca. 8000 chemische Verbindungen nachgewiesen worden. (2) Diese unterscheiden sich in ihren chemisch-physikalischen Eigenschaften und lassen sich so in verschiedene Schadstoffgruppen einteilen:
Es ist zu beachten, dass Verarbeitungsfehler, falsche Materialauswahl oder bauphysikalische Mängel zur erhöhten Freisetzung von Luftschadstoffen und insbesondere zu zusätzlichen biologischen Belastungen führen können.
Optisch können z. B. Schimmel und schwarze Feinstäube an stark befahrenen Straßen auffallen.
Die meisten Schadstoffe in der Luft lassen sich allerdings nicht mit dem Auge erfassen.
Der Geruch ist ein guter Indikator und wird von unseren ausgebildeten Geruchsprüfern erfolgreich eingesetzt. Auffällige Gerüche können z. B. sein: muffig, hefig, scharf, chemisch, süßlich. Wichtig dabei zu wissen ist, dass unser Geruchssinn die Geruchsschwelle bei dauerhaftem Kontakt herabsetzt.
Typische Schadstoffe bei 70er und 80er-Jahre Häuser sind:
Viele dieser gefährlichen Stoffe werden auch nach der langen Zeit (Jahrzehnte) in der Raumluft und im Staub gemessen.
Eine Sanierung kann durch Gefahrstoffe um viele tausende bis zehntausende Euro teurer werden und ein Risiko für die Gesundheit bedeuten. Nach dem Kauf, können Ansprüche diesbezüglich in den wenigsten Fällen geltend gemacht werden, d. h. Sie bleiben auf den Kosten sitzen.
Sobald ein Hauskauf konkreter wird, sollten Sie einen Bausachverständigen für eine Schadstoff-Einschätzung hinzuziehen. Melden Sie sich gerne bei uns.
Schlechte Innenraumluftqualität ist die Quelle für eine Vielzahl gesundheitlicher Probleme, einschließlich Krebs, allergischen Symptomen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Asthma-ähnliche Symptome etc. (3) Durch die Vielzahl der verschiedenen Faktoren und Schadstoffquellen ist eine direkte Zuordnung zu bestimmten Substanzen (in Bauprodukten) allerdings schwierig, denn akute Vergiftungen sind eher die Ausnahme, abgesehen von Vergiftungsfällen am Arbeitsplatz. Häufig werden der Organismus und das Immunsystem chronisch belastet und reagieren dann mit unspezifischen Krankheitssymptomen. (4)
So fassen Botzenhart (et al.) die bisherigen Erkenntnisse der medizinischen Forschung auf diesem Gebiet wie folgt zusammen: „Abgesehen von den ausgesprochenen Karzinogenen wie Asbest, Beryllium, Kaliumdichromat oder Vinylchlorid und den bekannten Allergenen wirkt die Mehrzahl aller bekannten Luftschadstoffe dosisabhängig mehr oder weniger stark immunsupprimierend. […] Infektionen können unter solchen Umständen nicht oder nicht ausreichend abgewehrt werden, Infektionskrankheiten dauern länger und führen u. U. zum Tod.“ (5)
So liegt der Verdacht nahe, dass eine dauerhafte Belastung des Immunsystems durch Baustoffe und Raumausstattungsmaterialien, wie sie bei 90%-iger Aufenthaltsdauer in Innenräumen gegeben ist, viele Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen fördern bzw. auslösen kann.
Die bekannteste gebäude- und materialbedingte Erkrankung ist das „Sick Building Syndrom“ (SBS). Dabei treten oft bei mehreren Innenraumnutzern die gleichen oder ähnliche Befindlichkeits- und Gesundheitsstörungen auf. Die Betroffenen klagen über verschiedene Symptome, die sich nach Verlassen des Gebäudes wieder verbessern und wieder auftreten, wenn sie die Räume erneut betreten.
Häufige Beschwerden sind z. B.:

Die Ursachen des SBS sind bislang nicht vollends geklärt, da es sich um multifaktorielle Zusammenhänge handelt. In der Diskussion stehen eine Vielzahl luftgetragener chemischer Stoffe, Feinstaub und raumklimatische Faktoren. (6) Besonders häufig wurden Symptome in klimatisierten Räumen und neuen Gebäuden beobachtet. (7)
Gebäude bedingte Erkrankungen sind teilweise schwer zu identifizieren. So lagern sich etwa die Schadstoffe bei chronischer Belastung oft im Fettgewebe ab und sind dadurch nicht aus Blut- oder Urinwerten ableitbar. Erschwerend kommt hinzu, dass sich jeder Mensch biochemisch gesehen von anderen unterscheidet, eine einzigartige „Schadstoffhistorie“ besitzt, unterschiedlich starke Entgiftungskapazitäten entwickelt hat und es zudem keine exakt identischen Innenräume gibt. (8)
Sind gesundheitlich relevante Innenraumproblematiken erkannt worden, ist die wirksamste Therapie eine Expositionsaussetzung, z. B. in Form einer Sanierung, eines Umzugs oder Neubaus. (8) Diesbezüglich besteht nach einer Studie zu dem Thema „Patienten mit umweltbezogenen Beschwerden und ihre Arzneimittelanwendung“ ein entscheidender Zusammenhang zwischen belastetem Wohnraum (in diesem Fall durch Formaldehyd, Holzschutzmittel, Pyrethroide und Keime) und Krankheitsverlauf. (9) So heißt es in der Studie: „Es beschreiben am häufigsten diejenigen Exponierten ihre ursprünglichen Symptome als stark gebessert oder vollständig zurückgegangen, die im Zeitraum bis zur Befragung keine Medikamente angewendet, jedoch komplett saniert haben […].“(10) Eine weitere Untersuchung, die mit 916 Verdachtsfällen in einem schleswig-holsteinischen Modellprojekt (1995 1999) bestätigt diesen Zusammenhang mit der Sanierung. (11) So liegt es nahe, möglichst solche Bauprodukte zu favorisieren, die ein geringes Schadstoffpotential besitzen.
Für die Messung der Schadstoffe in Immobilien kommen folgende Untersuchungsmöglichkeiten infrage:
Diese Untersuchung ist sinnvoll, wenn unklar ist, wonach Sie suchen, und nur einen unspezifischen Verdacht haben. Bei einem Indiz z. B. auf PAK (schwarzer Teerkleber) oder gefährliche Holzschutzmittel kann orientierend bestimmt werden, ob diese Stoffe überhaupt vorhanden sind. Die Messung von Staub ist vergleichsweise günstig, aber auch abhängig von der Anzahl der Parameter. Die Kosten liegen bei ca. 250–750 €, wenn die Probenahme (ca. 1 Std. Saugen) durch einen Fachmann durchgeführt wird.
Liegt ein konkreter Verdacht auf Schadstoffe aufgrund des Geruchs, Baujahres oder einer Staub- und Raumluftmessung vor, ist es wichtig, die Quelle ausfindig zu machen. Hierfür eine definierte Probemenge entnommen (häufig mit Beschädigung verbunden) und ins Labor gesendet. Die Kosten sind abhängig von den gesuchten Stoffen und liegen ähnlich wie bei den Staubmessungen bei ca. 150 - 650 €.
Bei der Luftmessung wird bestimmt, wie viel der Schadstoffe tatsächlich in der Luft ankommen. Die Ergebnisse habe eine höhere rechtliche Relevanz und werden oft bei Schulen, Kita, Kindergärten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen durchgeführt.

Je nach gesuchten Substanzen werden verschiedene Prüfmedien verwendet und dann ins Labor gesendet. Die Kosten beginnen je nach Parameter bei ca. 700 € pro Messung.
Nicht zu verwechseln ist diese Raumluftmessung mit Teströhrchen, die es z. T. in Apotheken etc. gibt. Diese sind nur als orientierende Messung zu sehen.
Viele verschiedene Messungen auf Schadstoffe sind möglich und dadurch hohe Kosten. Eine Lösung ist dadurch nicht automatisch vorhanden.
Wir versuchen durch die erste Bestandsaufnahme mit orientierenden Messgeräten und über die Geruchsprüfung sowie dem Wissen zu den Baujahr-spezifischen Schadstoffen die Ursachen sehr eng einzugrenzen. Dadurch können wir unnötige Messungen vermeiden und Kosten für Sie einsparen.
Melden Sie sich gerne, falls Sie einen Bausachverständigen oder Geruchsprüfer benötigen.
Die organischen Luftschadstoffe und ihre Emissionen können grundsätzlich nach Siedepunkten klassifiziert werden. Je niedriger die Siedepunkt - Temperatur, desto eher verflüchtigt sich bzw. verdampft dieser Stoff. Dadurch, dass keine einheitlichen Definitionen bestehen, sind die Temperaturbereiche in verschiedenen Quellen unterschiedlich festgelegt.
Die Abbildung zeigt, wo sich die unterschiedlichen organischen Verbindungen vorwiegend anreichern (Gasphase, Luft-getragene Partikel, sedimentierter Hausstaub) und über welche Aufnahmewege (inhalativ, oral, dermal) sie hauptsächlich den Organismus schädigen bzw. belasten können. Beispielsweise wird sich Formaldehyd (VVOC) hauptsächlich gasförmig in der Raumluft anreichern und so eher eine Rolle für die Exposition über die Lunge spielen.
Für Luftschadstoffe gibt es Richt- und Leitwerte vom Umweltbundesamt sowie für einige Gefahrstoffe auch extra Richtlinien, wie bei Pentachlorphenol (PCP – wurde in Holzschutzmitteln verwendet). Weitere Organisationen haben teilweise selbst Orientierungswerte erstellt. Diese haben in der Regel keine rechtliche Relevanz und können nur orientierend verwendet werden.
Viele Stoffe, die ein gesundheitliches Risiko haben, sind bislang nicht reguliert. Zum Beispiel gehören Weichmacher und andere hormonell wirksame Substanzen dazu.
Diese Stoffe sollten präventiv gemieden werden und sind insbesondere bei gesundheitlichen Problemen und Risikogruppen (z. B. Schwangere, Kinder, ältere Menschen) zu berücksichtigen.
Schützen Sie Ihre Gesundheit mit den folgenden Tipps:
Am einfachsten uns schnellsten hilft das regelmäßige Lüften.

Dadurch werden Luftschadstoffe verdünnt und der Sauerstoff hilft, Chemikalien zu oxidieren. Im Winter sollten Sie Stoßlüften (gegenüberliegende Fenster), um Energie zu sparen und dem Auskühlen von Bauteilen vorzubeugen.
Ein guter Indikator für die Luftqualität ist Kohlendioxid.
Das folgende Gerät habe ich in meinem Büro im Einsatz: CO2-Luftqualitätsdatenlogger
Passend zu dem Thema ist ebenso der Artikel: Chronisch müde? – probier die kostenlose Frischluft-Therapie
Im Feinstaub sammeln sich sehr viele Chemikalien, Abgase, Sporen, Bakterien etc. Bei normalen Staubsaugern werden die feinen Partikel teilweise wieder aus dem Filter heraus geblasen und inhaliert.
Daher empfehlen wir Staubsauger mit einem Staub-Abscheidegrad von 99,95 % --> HEPA 13.
Damit können Sie aktiv die Luft verbessern.
Bei uns privat nutzen wir ein Vorgängermodell von dem Staubsauger: Philips
Die Filter sollten regelmäßig getauscht werden, damit die Filterwirkung der Luft auch funktioniert.
Bei jedem neuen Einkauf haben Sie die Wahl, welche Einrichtungsgegenstände, Farben, Möbel und Waschmittel Sie in Ihr Haus einbringen.
Als Orientierung kann der Geruch dienen, wobei dieser auch täuschen kann.
Natürliche Produkte sind künstlichen zu bevorzugen. Allerdings hat die Werbung das Thema längst aufgegriffen und verwendet grüne Verpackungen sowie Bio-Begriffe (z. B. bei Reinigern), obwohl es gar keine Voraussetzungen dafür gibt. Auch individuelle Allergien und Unverträglichkeiten sind zu berücksichtigen.
Fragen Sie uns gerne für eine Beratung oder Seminare an.
Für die Schadstoffsanierung haben wir durch praktische Erfahrungen viele Lösungen parat, die durch Kontrollmessungen belegt sind. Sprechen Sie uns gerne an - auch für Großprojekte (Schulen, öffentliche Gebäude, Unternehmen) im deutschsprachigen Raum.
Autor:
Waldemar Bothe
Dipl.-Ing. (FH)
Bausachverständiger kdR
Geruchsprüfer kdR
Vorstandsmitglied der DGUHT e. V. – aktiv für Mensch und Umwelt
Leiter des Bundesverband Bauberater kdR
(1) Freie und Hansestadt Hamburg (Hrsg.); 2002; „Schwerflüchtige organische Umweltchemikalien in Hamburger Hausstäuben“; Umweltbericht: 61/2002; S. 4ff; verfügbar: https://epub.sub.uni-hamburg.de/epub/volltexte/2009/2774/pdf/hausstaubbericht_2002.pdf; Zugriff am 07.07.2020
(2) Führer, G.; Zeitschrift: Umwelt Medizin Gesellschaft 4/2005; „Wohnung und Gesundheit“; S.265ff;
(3) European Environment Agency (EEA); 10/2005; “Environment and health“; S. 8; ISBN 92-9167-781-7; verfügbar: https://www.eea.europa.eu/publications/eea_report_2005_10/download; Zugriff am 07.07.2020.
(4) Führer, G; Kompetenzzentrum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen (KNR.); 2002; Lehrgangsskript Kapitel 1.4.1 – 1.4.2 „Schadstofffreies Wohnen“; S. 25.
(5) Zit. n. Botzenhart, K. et al. ; 2001; „Innenraum-Luftverunreinigungen“; S. 125; ISBN 3-8169-2006-3.
(6) ARGUK Umweltlabor GmbH; 05/2003; „ARGUK-Seminar: Reiz-, Riech- und hautsensibilisierende Stoffe im Innenraum (I)“; verfügbar: www.arguk.de/infos/reizriechstoff-seminar.htm; Zugriff am 17.08.07.
(7) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND); “Dicke Luft in der guten Stube“; 1. Auflage April 1995; S. 4; verfügbar: www.bund.net/lab/reddot2/pdf/pos_innenraum.pdf; Zugriff am 06.08.07.
(8) Führer, G.; Zeitschrift: Umwelt Medizin Gesellschaft 4/2005; „Wohnung und Gesundheit“; S.265ff;
(9) Voos, D.; 2002; „Patienten mit umweltbezogenen Beschwerden und ihre Arzneimittelanwendung“; Dissertation der medizinischen Fakultät der HeinrichHeine-Universität Düsseldorf; S. 101,103; verfügbar: https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-2485/485.pdf; Zugriff am 07.07.2020.
(10) Zit. n. Voos, D.; 2002; „Patienten mit umweltbezogenen Beschwerden und ihre Arzneimittelanwendung“; Dissertation der medizinischen Fakultät der HeinrichHeine-Universität Düsseldorf; S. 101,103; verfügbar: https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-2485/485.pdf; Zugriff am 07.07.2020.
(11) Bauer, A. & Alsen-Hinrichs, C.; 2002; „Auswertung von 916 Verdachtsfällen umweltmedizinischer Erkrankungen. Ein schleswig-holsteinisches Modellprojekt von 1995 – 1999.“; Zeitschrift für Umweltmedizin 10; S. 80-88.
]]>Die Luft ist stets bestrebt, so viel Feuchtigkeit (in Form von Wasserdampf) wie möglich aufzunehmen. Das wird allerdings durch die Temperatur begrenzt. Hintergrund sind die Gesetze der Thermodynamik.
Grundregel: je niedriger die Temperatur, desto weniger Feuchtigkeit kann als Dampf aufgenommen werden.
Beispiel: Außen 0 °C und 53 % relative Luftfeuchtigkeit. Wird diese Luft in den Innenraum gelüftet, entspricht das bei 20 °C nur noch ca. 14 % relative Luftfeuchtigkeit.
Durch die niedrigen Außentemperaturen im Winter entsteht trockene Raumluft insbesondere in dieser Zeit.
Nachfolgend eine Zusammenfassung wichtiger Studien:
In einer Studie von John D. Noti et al. (1) wurde das Aushusten von Grippe-Viren (Influenza) simuliert mit unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit. Die Ergebnisse zeigten, dass die Dauer der Ansteckungsfähigkeit signifikant mit steigernder Feuchtigkeit abnimmt.
Nach 60 min waren bei 23 % relative Luftfeuchtigkeit noch maximal 77 % infektiös. Bei 43 % lag die Ansteckungsfähigkeit nur noch bei 15 %.
2009 wurde eine Studie (Lisa M. et al. (2)) zu Coronaviren veröffentlicht, in der gezeigt wurde, dass niedrige Temperaturen, also auch niedrige (z. B. 20 %) und hohe (z. B. 80 %) Luftfeuchtigkeit die Überlebensdauer von Coronaviren verlängert und begünstigt.
Die Forscher Wan Yang et al. (3) kamen zum Ergebnis, dass die Aufrechterhaltung einer hohen Raumluftfeuchtigkeit und Belüftungsrate dazu beitragen kann, das Risiko einer Influenza Infektion zu verringern.
Diese Ergebnisse Eriko Kudo et al.(4) deuten darauf hin, dass bei trockener Luft (10-20 % r.F.) die Abwehrkräfte gegenüber Influenza-Infektionen beeinträchtigt sind, die Gewebereparatur reduziert wird und eine sogenannte kaspasenabhängige Krankheitspathologie hervorgerufen wird.
Eine epidemiologische Studie (5) über 30 Jahre aus den Vereinigten Staaten zeigte, dass ein Rückgang der absoluten Feuchtigkeit (die von der relativen Luftfeuchtigkeit und der Temperatur abhängt) am engsten mit dem Anstieg der durch die Grippe bedingten Todesfälle korreliert.
„Verdunstungsrate, Tränen-LLT, Augenkomfort, Tränenstabilität und Produktion wurden durch die niedrige relative Luftfeuchtigkeit nachteilig beeinflusst. Die Tränenfilmparameter, die nach einer 1-stündigen Exposition in einer trocknenden Umgebung beobachtet wurden, waren denen des Patienten mit dem trockenen Auge ähnlich. Um eine Störung des Tränenfilms und eine mögliche Schädigung der Augenoberfläche zu vermeiden, müssen daher die Umgebungsbedingungen an trockenen Orten verbessert oder der Tränenfilm vor ungünstigen Umgebungsbedingungen geschützt werden.“ so die frei übersetzte Schlussfolgerung der Studie (6) von Abusharha AA, Pearce EI.
Die Übersichtsarbeit von A V Arundel et al. (7) mit fast 100 Referenzen zeigte bereits 1986, dass negative gesundheitliche Auswirkungen bei einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 % minimiert werden. Berücksichtigt wurden dabei:
Im Internet finden sich Beobachtungen, z. B. von Fußbodenheizungen und trockener Luft. Zu den Theorien habe ich keine verlässlichen Vergleiche/ Versuche finden können. Die Heizung ist allerdings für Nebeneffekte von zu trockener Luft verantwortlich.
Normale Heizkörper an der Wand erwärmen die Luft und dadurch entsteht eine Umwälzung (Konvektion). Dabei werden allerdings Feinstäube wiederholt in Bewegung gehalten und diese belasten die Atemwege.
Nach unserer Erfahrung sind Wandheizungen (große Fläche, niedrige Temperaturen) die beste Wahl für das Raumklima und das Wohlbefinden. Sie sparen zudem Energie durch niedrige Vorlauftemperaturen (<35 °C) und schützen richtig angebracht vor Schimmelbefall an Außenwänden.
Beispiel einer Wandheizung im Altbau
Neue luftdichte Gebäude und insbesondere Schulen, Kita, Kindergärten benötigen eine Lüftungsanlage, damit die Kinder und Lehrer genügend Sauerstoff und saubere Luft haben.
Leider fördern Lüftungsanlagen durch den ständigen Luftaustausch, die Dimensionierung und die Einstellungen trockene Luft. Das nachfolgende Beispiel habe ich bei einer Raumluftmessung in einer neuen Kindertagesstätte im April gemessen.
Diese extrem niedrigen Werte sind nicht nur messbar, sondern im Raum wahrnehmbar. Nach wenigen Stunden hatte ich gereizte Augen und Kopfschmerzen. Das ist natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung, aber Kollegen berichten von ähnlichen Symptomen und Unwohlsein.
Die folgende Auflistung basiert auf praktischen Erfahrungen und Messergebnissen.
Hängen Sie nasse Handtücher oder Wäsche zum Trocknen in die jeweiligen Räume – nur mit Messgerät empfehlenswert (s.a. auch unten Absatz "Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit").
Achtung: eine zu starke Befeuchtung kann zur Schimmelbildung führen – insbesondere bei Wärmebrücken (kalte Stellen) und absperrenden Oberflächen (z. B. Standard Wandfarbe, Vinylboden, Kunststoff-Beschichtungen).
Auch Chemikalien aus Waschmitteln können sich negativ auf die Atemwege auswirken (dazu folgt ein separater Artikel).
Insbesondere der letzte cm aller Oberflächen entscheidet über das Raumklima und damit über einen Feuchtigkeitsausgleich.
Unsere praktischen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass die natürlichen Materialien wie Kalk (insbesondere Sumpfkalk), Lehm, Massivholz die besten Speicher- und Ausgleichseigenschaften besitzen.
Das heißt, durch die große innere Oberfläche wird Feuchtigkeit zwischen gespeichert (Bsp. Holz aus Eiche kann ca. 20 - 30 kg Wasser pro m3) und bei sinkender Luftfeuchtigkeit wieder abgegeben.
Sie minimieren auch das Risiko von Schimmel wie bei der vorher beschriebenen Hausmittel-Methode.
Achtung: leider werden vielfach Kunststoffe und andere Additive in die Farben, Putze und Beschichtungen gemischt (Erfahrungen aus über 500 Produktprüfungen). Diese können bis zu einem Plastikfolien-Effekt führen, d. h. Luftfeuchtigkeit kann nicht zwischen gepuffert werden.
Gerne beraten wir Sie für Ihr Bauprojekt.
Ein natürlicher Weg ist, Pflanzen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Raum einzusetzen. Sie produzieren Sauerstoff und können zur Luftreinigung beitragen – definitiv empfehlenswert.
Leider reichen Pflanzen im Raum allein nicht aus, außer Sie haben einen „Urwald“ zu Hause, der wiederum zu viel Feuchtigkeit produzieren kann.
Eine Sache ist zu beachten: Pflanzenerde kann verschimmeln, s.a. Artikel: Schimmel auf Blumenerde: Gefährlichkeit, Mittel und Tipps.
Es gibt Lüftungsanlagen mit Feuchtigkeits-Rückgewinnung – das ist zu empfehlen. Auch weitere technische Möglichkeiten sind möglich.
Bitte sprechen Sie auch mit Ihrem Lüftungstechniker und fragen nach Möglichkeiten der Verbesserung.
Kontaktieren Sie uns gerne für eine Prüfung der Lüftungsanlagen und bei der Planung von neuen Gebäuden.
Es gibt einige Luftbefeuchter auf dem Markt, die eine gute Unterstützung sein können. Sie sollten darauf achten, dass eine Luftfeuchtigkeit eingestellt werden kann.
Ich selbst habe einen Ultraschall – Luftbefeuchter im Dezember 2020 getestet, aber mir ist das Risiko einer Verkeimung zu hoch. Daher werde ich weitere Geräte testen und bei Erfolg eine Empfehlung aussprechen.
Für größere Gebäude gibt es Profi-Lösungen. Bei Bedarf vermitteln wir entsprechende Kontakte.
Diese einfache und bewährte Lösung bei zu trockener Luft wird gerne vergessen: trinken Sie regelmäßig und vermehrt reines Wasser!
So werden die Schleimhäute befeuchtet und Sie selbst dienen nebenbei als Feuchtigkeitsspender.
Das Dauerlüften mit Fenster auf Kipp im Winter trocknet die Luft schneller aus und führt zur Auskühlung von Bauteilen (Schimmelrisiko) sowie nie zu einem wichtigen Austausch der kompletten Raumluft, s.a. Chronisch müde? – probier die kostenlose Frischluft-Therapie.
Richtig ist das regelmäßige Stoßlüften (Durchzug z. B. durch zwei gegenüberliegende Fenster) – je kälter die Außentemperaturen, desto schneller geht der Luftaustausch.
Messwerte sind wichtig, damit Sie überhaupt wissen, wie trocken oder feucht Ihre Raumluft ist.
Bitte messen Sie die Luftfeuchtigkeit in allen Räumen, in denen Sie sich viel aufhalten wie Arbeitsplatz, Büro, Schlafzimmer, Kinderzimmer etc.
Folgende Hygrometer habe ich u. a. selbst im Einsatz:
Unterstützen Sie Ihre Gesundheit durch die Umsetzung einer oder mehrerer Tipps dieses Artikels. Sie werden die Veränderungen bemerken!
Autor:
Waldemar Bothe
Dipl.-Ing. (FH)
Bausachverständiger kdR
Geruchsprüfer kdR
Vorstandsmitglied der DGUHT e. V. - aktiv für Mensch und Umwelt
Leiter des Bundesverband Bauberater kdR
(1) "High humidity leads to loss of infectious influenza virus from simulated coughs"; John D. Noti et al.; 2013; am 26.02.2020 abgerufen unter: http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0057485
(2) "Effects of Air Temperature and Relative Humidity on Coronavirus Survival on Surfaces"; Lisa M. Casanova, Soyoung Jeon, William A. Rutala, David J. Weber, Mark D. Sobsey; am 09.03.2020 abgerufen unter: https://aem.asm.org/content/76/9/2712
(3) "Dynamics of airborne influenza A viruses indoors and dependence on humidity"; Wan Yang,Linsey C. Marr; veröffentlicht 24.11.2011; am 09.03.2020 abgerufen unter: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0021481
(4) "Low ambient humidity impairs barrier function and innate resistance against influenza infection"; Eriko Kudo, Eric Song, Laura J. Yockey, Tasfia Rakib, Patrick W. Wong, Robert J. Homer und Akiko Iwasaki; veröffentlicht 13.05.2019; am 09.03.2020 abgerufen unter: https://www.pnas.org/content/116/22/10905
(5) "Absolute humidity and the seasonal onset of influenza in the continental United States."; Shaman J, Pitzer VE, Viboud C, Grenfell BT, Lipsitch M (2010); am 09.03.2020 abgerufen unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20186267?dopt=Abstract
(6) "The effect of low humidity on the human tear film."; Abusharha AA, Pearce EI (2013); am 24.03.2020 abgerufen unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23023409
(7) "Indirect health effects of relative humidity in indoor environments."; A V Arundel et. al; am 10.08.2021 abgerufen unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1474709/
Wenn Sie in einem Risikogebiet wohnen, sollten Sie dringend eine Radonmessung durchführen.
Prüfen Sie auf der Deutschlandkarte, ob Sie betroffen sein könnten!
Detaillierter sind die Radon-Daten im Geoportal einsehbar und können nach verschiedenen Parametern gefiltert werden. Dies ist eher für geübte PC-Nutzer geeignet.
Die Verteilung von Radongas wird durch die Witterung und Ihr Lüftungsverhalten beeinflusst. Daher sollten die Radonmessungen einige Monate lang durchgeführt werden. Werden bereits nach einer Woche Werte über 100 Becquerel pro Kubikmeter angezeigt, sollten Sie einen Bauberater kdR vor Ort hinzuziehen.
Empfehlenswerte Radonmessgeräte:
Alternativ gibt es passive „Radonsammler“. Diese sind bei Spezialhändlern verfügbar und günstiger. Allerdings lassen sich hier die Werte nicht ablesen, sondern müssen zur Auswertung der Radonkonzentration eingeschickt werden.
Empfohlen wird die Messung in Räumen, in denen Sie sich viel aufhalten, wie Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer. Da Radon i. d. R. über den Keller eintritt und über die Luft transportiert wird, ist es sinnvoll im Keller ebenso Messungen durchzuführen. Damit lassen sich die Quellen für das Radongas eingrenzen.
Die Platzierung des Radonmessgeräts: ca. 10–20 cm Abstand von der Wand und entfernt von Fenstern sowie Heizung.
Für eine höhere Sicherheit bei der Messung der Radonkonzentration sowie Maßnahmen unterstützen wir Sie gerne mit einem geeigneten Bauberater kdR vor Ort.
Bis Ende 2020 haben die Bundesländer Zeit, konkrete Gebiete zu ermitteln, in denen eine hohe Radonkonzentrationen zu erwarten ist.
Bei dem Zerfall von Radon bilden sich Zerfallsprodukte, die sich in der Lunge ablagern können.
"Eine dauerhafte Erhöhung der Radonkonzentration in der Raumluft um 100 Becquerel pro Kubikmeter führt zu einem um ca. 16 % erhöhten Lungenkrebsrisiko." so das Bundesamt für Strahlenschutz."
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Bundesamt für Strahlenschutz empfehlen einen Radon-Wert von < 100 Becquerel pro Kubikmeter, dem wir uns anschließen.
Die Maßnahmen richten sich nach der Höhe der Belastung. Die folgenden Ansätze dienen nur der Orientierung. Wir empfehlen eine fachliche Begleitung!
Die Eintrittspfade von Radon sind in der Regel im Keller und Räumen mit Erdkontakt, z. B. am Hang. Daher liegt hier der Fokus der Radonsanierung.
Bei allen Maßnahmen muss der Erfolg durch eine Messung von Radon in der Luft kontrolliert werden.
Eine gute Be- und Entlüftung kann ausreichend sein, um die Radonkonzentration auf ein verträgliches Maß zu reduzieren. Aufgrund des Risikos, Feuchtigkeit in den warmen Monaten in den Keller zu ziehen, sollte die Lüftung automatisiert werden. Gerne beraten wir Sie hierzu.
Eine regelmäßige Lüftung in den Wohnräumen ist generell wichtig, s.a. Chronisch müde? – probier die kostenlose Frischluft-Therapie
Belastete Räume können durch eine andere Nutzung (z. B. Büro --> Lagerraum) entschärft werden. Dies kann mit der Lüftung kombiniert werden.
Eine luftdichte Tür zum Keller spart Energie, unterbindet aktive Luftströme und kann die Radonkonzentration im Wohnraum deutlich verbessern.
Verschließen von Rissen und Öffnungen hin zu allen erdberührten Teilen. Dies kann ggf. durch andere Baumaßnahmen kombiniert werden, wie Erneuerung des Fußbodens.
Bei anfänglich hohen Werten sollte Radon periodisch gemessen (s.a. Messverfahren oben) werden, da eine erneute Rissbildung nicht ausgeschlossen werden kann.
Evtl. das Messgerät stehen lassen und gelegentlich einen Blick drauf werfen.
Des Weiteren gibt es noch Speziallösungen wie die Erzeugung von Unterdruck, Unterboden-Absaugung, „Radonbrunnen“, Radondrainage.
Sollten Sie noch Antworten in diesem Artikel vermissen, schreiben Sie gerne eine Nachricht: info@bauberater-kdr.de.
In den Baujahren zwischen 1955 - 1978 wurde besonders viel vom PCB - Gift (Polychlorierte Biphenyle) eingesetzt. Es ist extrem gefährlich – auch nach über 30 Jahren.
Die Herstellung, Verwendung und der Verkauf aller PCB-haltigen Produkten wurde im Jahre 1989 in Deutschland verboten. Dennoch befinden sich geschätzt noch ca. 10.000 Tonnen der polychlorierten Biphenyle (PCBs) im Baubestand.
Für die Luftbelastung in Innenräumen sind folgende Materialien besonders zu beachten:
Als Weichmacher enthalten.
Verwendung als Weichmacher und Flammschutzmitteln in zahlreichen Lacken und Harzen.
Defekte Bauteile und Unachtsamkeit bei der Entsorgung kann bedenkliche Mengen an PCB freisetzen und die Gesundheit sowie die Umwelt belasten.
Andere Materialien nehmen das PCB auf und können dadurch ebenfalls zur einer Quelle werden.
Das heißt bei einer gefundenen Belastung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Möbel, Fußbodenbeläge, Teppiche, Kleidung und weitere Einrichtungsgegenstände ebenfalls entsorgt werden müssen.
Durch die zunehmende Verbreitung in der Umwelt hat sich PCB auch in Lebensmitteln angereichert. Die möglichen Hauptquellen sind fettreicher Fisch, Fleisch sowie Milchprodukte und Eier.
Wie können Sie eine PCB - Belastung messen?
Wenn ein Verdacht besteht, können Sie folgende Untersuchungen durchführen (lassen):
Direkte Entnahme von verdächtigen Materialien und Einsendung in ein akkreditiertes Labor. Die Probenahme mit dem Labor absprechen.
Als Ort zur Probenahme empfehlen wir Räume, in denen Sie sich lange aufhalten (z.B. Schlafzimmer, Kinderzimmer, Wohnzimmer).
Die Kosten belaufen sich abhängig vom Labor bei grob geschätzt 180 € für Endkunden bei Direkteinsendung.
Zu beachten: Wenn Sie eine Quelle gefunden haben, bedeutet das natürlich nicht, dass das alle sind. Um sicherzugehen, empfehle ich den Kontakt zu einem Bauberater kdR vor Ort.
Durch seinen schwerflüchtigen Charakter findet man das PCB - Gift auch im Staub. Diese Untersuchung ist verhältnismäßig günstig (ca. 180 € für Endkunden bei Direkteinsendung) und gibt Indizien, ob eine Belastung vorliegt.
Vorteil gegenüber einer Materialmessung ist, dass Sie mit einer Messung mehrere mögliche Quellen testen können. Nachteil ist, dass Sie nicht wissen, welche Quelle(n) es eindeutig ist.
So kann es manchmal sinnvoller sein Material- und/oder Staubmessungen durchzuführen.
Theoretisch können Sie eine Staubprobe auch selbst nehmen, allerdings können Messwerte verfälscht werden durch Reststäube im Staubsauger oder andere Messdetails.
Daher sollten Sie einen Bauberater kdR in Ihrer Nähe hinzuziehen.
Wenn es um Arbeitsplatz-Belastungen oder Schulen, öffentliche Einrichtungen geht, sind Raumluft - Untersuchungen unerlässlich. Dies gilt auch beim Rechtsstreit.
Grund ist, dass die Richt- und Leitwerte sich an der PCB-Belastung in der Luft orientieren.
Je wärmer die PCB-haltigen Baumaterialien werden, desto höher die Emission. Daher sollten Sie mindestens eine Messung im Sommer durchführen.

Für die Auswertung wird nach wie vor die PCB-Richtlinie herangezogen:
Liegt das Ergebnis unter 300 ng/m3 wird dies als langfristig tolerabel angesehen.
Zwischen 300 - 3000 ng/m3 wird empfohlen die Quelle(n) zu suchen und unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit zu beseitigen oder eine Verminderung durch Maßnahmen anzustreben.
Über 3000 ng/m3 sollten unverzüglich Kontrollanalysen durchgeführt werden. Bei Bestätigung des Wertes sind in Abhängigkeit der Belastung unverzüglich Maßnahmen zu Verringerung der Raumluftkonzentration zu ergreifen.
Es gibt noch Sonderfälle, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann.
Raumluftmessungen können nur von professionellen Probenehmern durchgeführt. Gerne vermitteln wir geeignete Bausachverständige.
PCB lagert sich in fettreichem Gewebe ein. Es wird gespeichert und kann sich im Laufe des Lebens immer weiter summieren. Es geht auch in die Muttermilch und belastet in der Folge jede weitere Generation.
Es wird kaum entgiftet und uns ist keine funktionierende Therapie zur Heilung bekannt.
Daher sollte die Belastung so niedrig wie möglich gehalten werden.
Dem Gift wird mit zahlreichen Gesundheitsfolgen in Verbindung gebracht:
Bei den vielen möglichen, chronischen Langzeitfolgen von Niedrig-Dosen für die Gesundheit besteht immer noch Forschungsbedarf.
Optimal ist die Entfernung aller PCB-Quellen - mit Einsatz persönlicher Schutzausrüstung. Alternativ gibt es Absperrmöglichkeiten. Hier muss auf die Inhaltsstoffe geachtet werden, um neue Belastungen durch Risikostoffe zu vermeiden.
Zu Beginn der Sanierung sollte ein Sanierungskonzept sowie ein Schadstoffkataster erstellt werden.
Einige Sanierungsfirmen nehmen die fachgerechte Sanierung nicht so ernst und es werden entsprechende Schutzmaßnahmen nicht oder nur unzureichend durchgeführt. Auch können Sekundärquellen übersehen werden. Dies kann zu Verschleppung und hohen PCB-Belastungen von weiteren Räumen führen. Achten Sie auf die fachliche Qualifizierung.
Gerne unterstützen wir Sie bei allen offenen Fragen und suchen Ihnen Bauberater kdR, Bausachverständige, Ingenieurbüros und Sanierungsbetriebe in Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien.
Bei Konflikten und Streit z. B. bei Schulen, Kindergärten und öffentlichen Einrichtungen können wir Ihnen geschulte Konfliktberater vermitteln.
Telefon: 07161 / 4018150
E-Mail: info@bauberater-kdr.de
Ergänzend zum Artikel ist die folgende Dokumentation (ca. 45 min) zu dem Thema empfehlenswert:
Das vergessene Gift – wie PCB uns alle belastet (SWR).
Hinweis: unter Umständen ist das Video nicht dauerhaft verfügbar
]]>Wir haben unsere Holzbalkendecke (Massivbau, Baujahr 1968) mit Cellulose durch offenes Aufblasen gedämmt – ohne Dampfbremse. Warum und wie erfahren Sie nachfolgend.
Wenn der Dachboden nicht mehr als beheizter Wohnraum genutzt werden soll/kann und bisher nicht ordentlich gedämmt wurde.
Im Altbau ist das eine der lohnendsten Investitionen zur Energieeinsparung.
Achtung: Die Dachbodentreppe sollte ebenso luftdicht und gedämmt erneuert werden. Sonst kann durch Luft-Thermik viel Wärme entweichen.
Viele Lösungen haben wir durchgespielt und berechnet. Das offene Aufblasen mit Cellulose war die beste Wahl hinsichtlich Schnelligkeit, Preis, Langlebigkeit und dem Schutz vor Bauschäden.
Vorteile:
Nachteile:
Der Aufbau bisher war mit Styropor zwischen den Balken. Nahezu ohne Wirkung, da die Wärme durch die Fugen durchwandern konnte. Obendrüber lagen Holzbretter. Die Styroporstücke wurden händisch herausgeholt und entsorgt. Einige Bretter haben wir für die Konstruktion von Laufstegen verwendet.
Teilweise waren die Zwischenräume mit Hochofenschlacke (schwarzes Granulat) aufgefüllt. Diese enthält vermutlich Schwermetalle und weitere gefährliche Stoffe.
Starke Staubbildung bei der Entfernung – bitte Atemschutz tragen und ggf. leicht befeuchten.
Tipps für Ihren Gesundheitsschutz: Dräger Vollmaske oder Dräger Halbmaske sowie Schutzanzug.
Hochofenschlacke in der obersten Geschossdecke zwischen den Holzbalken
Weiche Einblasdämmstoffe sind nicht zum Drüberlaufen geeignet. Daher empfehlen sich Laufstege oberhalb der Dämmschicht, z. B. falls der Schornsteinfeger an die Schornsteinklappe muss oder am Dach etwas sein sollte.
Die Höhe der Laufstege ist abhängig von der Dämmstärke – bei uns > 20 cm. Sie lassen sich über eine verschraubte Holzkonstruktion realisieren.

Hierfür werden spezielle Maschinen benötigt. Meistens haben Zimmereien entsprechende Ausrüstungen und Erfahrungen. Auch Hersteller der Dämmstoffe könnten Sie nach Fachbetrieben fragen.
In der Regel stehen die Einblasmaschinen auf einem Fahrzeug, auf der Straße oder in der Einfahrt. Die Schläuche können 60 m und länger sein.
Um beim erneuten Öffnen der Dachtreppe die Staubbildung zu minimieren, sollten Sie die Oberfläche leicht mit einem Drucksprühgerät (mit Wasser) befeuchten.
Dadurch vernetzt sich die Cellulose und klebt in der obersten Schicht etwas zusammen.
Falls Sie über die Wärmeleitfähigkeit stolpern – der sogenannte Lambda-Wert (λ-Wert) beschreibt den Wärmeverlust eines Dämmstoffes.
Cellulose erreicht ausgezeichnete Werte von ca. 0,040 W/mK. Manche Mineralwolle oder Styropor-Dämmstoffe haben sogar noch niedrigere Werte, allerdings gibt es einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Der Lambda-Wert (λ-Wert) wird bei Temperaturunterschieden im Plusbereich ermittelt. Sinnvollerweise sollte dies zwischen ca. –5 °C und 22 °C im Innenbereich getestet werden.
Ein interessanter Versuch ist auf dem folgenden Bild zu sehen.
Von links nach rechts: Cellulosedämmung (22,7 °C), Mineralwolle (35,8 °C), Holzfaser (24,4 °C).
Die Dämmstoffe wurden in derselben Dicke eingebracht. Darunter sind Wärmesensoren. Infrarotlampen erzeugen Wärmestrahlung. Nach wenigen Minuten sind deutliche Unterschiede bei den Temperaturen zu erkennen. Dies setzte sich weiter fort und demonstrierte eindrucksvoll, wie Wärmestrahlen unterschiedlich durchgelassen werden.
Ökologisch
Zeitungen werden gelesen und entsorgt. Reststoffe, die ohnehin anfallen. Nachhaltiger geht’s kaum.
Lärm führt zu Stress – bewusst und unbewusst – und wer will schon die Nachbarn bei jedem Schritt hören? Schalldämmung wird durch Masse und eine große innere Oberfläche optimiert.
Cellulose liefert beides und kann sowohl im Dach, als auch in Wänden eingesetzt werden.Zeitungen brennen doch – ist das nicht gefährlich wegen Feuer? Diese und ähnliche Aussagen habe ich schon öfter in einem Forum gesehen.
Bei einem Versuch mit einem Bunsenbrenner habe ich gesehen, wie die Cellulosedämmung in der Hand gehalten wurde (bitte nicht nachmachen :-)). Gebrannt hat nichts.
In Praxistests hielt die Dämmung über 120 Minuten direkte Beflammung aus. Bei Hitzeeinwirkung werden Wasserkristalle freigesetzt und das führt zu löschenden Eigenschaften. Durch Feuer bildet sich eine Carbonschicht an der Oberfläche, die einer Ausbreitung entgegenwirkt. Die luftdichte Einbringung unterstützt ebenso den Brandschutz.
Eine Dämmung ist nur so gut wie der schwächste Punkt. Gibt es Fugen, Ritzen, Löcher, steigt warme Luft im Winter an dieser Stelle durch und kondensiert an kalten Flächen, z. B. im Dach = Risiko von Feuchte- und Schimmelschäden.
In der Holzbalkendecke gibt es unterschiedliche Aussparungen – eine große Schraube hier, ein Kabel dort, ein Hohlraum in einer Ecke. Bei uns wäre das mit Plattenwerkstoffen nahezu unmöglich gewesen.
Holzbalken und anderen Bauteile bewegen sich (Dehnung und Schrumpfung durch Temperatur- und Feuchteschwankungen). Beim Einblasen wird Cellulose zu einer dichten und elastischen Schicht und kann diese Bewegungen mitmachen. Durch die Flockenstruktur bildet sie eine luftdichtende Schicht.
Üblicherweise wird unter der Dämmung eine Dampfbremse (nicht Dampfsperre) verlegt. Das ist eine Folie, die die Feuchtigkeitswanderung bremst.
Regelmäßig kommt es in der Praxis zu Durchdringungen wie Elektroleitungen, Anschlüssen, Steckdosen, Sanitärrohren, Klebestreifen, die sich lösen, oder Nägeln, auf die getreten wird. Hier besteht das Risiko, dass feuchte, warme Luft kondensiert und Schimmel wächst.
Im Gegensatz zu Styropor und Mineralwolle kann Cellulose Feuchtigkeit ausgezeichnet durch seine Kapillaren transportieren und in beide Richtungen weitergeben. Damit Feuchtigkeit sich im Dachbereich nicht stauen kann, ist eine Be- und Entlüftung generell empfehlenswert.
Mehrfach, geprüfte Qualität.
Ich kenne den Betrieb, die genauen Inhaltsstoffe, Laborprüfungen auf Emissionen und Schadstoffe und habe Umweltparameter geprüft.
Die Rückmeldungen unserer Mitglieder (> 280 Handwerksbetriebe, Architekten, Bausachverständige) sind sehr positiv.
Meine Entscheidung war bei diesem Fall ganz klar für die Cellulose. Jedes Bauvorhaben ist unterschiedlich und kann in einer anderen Empfehlung resultieren.
Die oben aufgeführte Beschreibung ist ein Erfahrungsbericht und kein normgerechter Aufbau.
Er ist nach über 7 Jahren immer noch Schaden-frei.
Dipl.-Ing. (FH) Waldemar Bothe
Bausachverständiger kdR
Geruchsprüfer kdR
Vorstandsmitglied der DGUHT e.V. - aktiv für Mensch und Umwelt
Leiter des Bundesverband Bauberater kdR
Weitere Informationen zu der verwendeten Cellulosedämmung: www.climacell.de
In jeder Blumenerde sind Schimmelsporen und Bakterien. Stimmt das Milieu von Feuchtigkeit, Temperatur, Nährstoffe, pH-Wert bleibt alles im Gleichgewicht und es besteht kein gesundheitliches Risiko – sofern keine Schimmelallergie vorliegt und normal gelüftet wird.
Kommt es zu Staunässe, Nährstoffmangel, hohen Temperaturen, Verdichtung, Trockenheit entsteht Stress für die Pflanze, die Bakterien und die Pilze. Dadurch können sich einige Arten schnell vermehren und das Milieu kippt z. B. in einen Fäulnis-Prozess.
Neben Schimmelsporen können MVOC (mikrobielle flüchtige Verbindungen) entstehen und an die Raumluft abgegeben werden. Mögliche Verbindungen sind Alkohole, Aromaten, Ester, Alkane, Aldehyde, Furane, Ketone, Terpene, Thioverbindungen. Je größer die Töpfe und Anzahl der Pflanzen, desto mehr MVOC sind möglich.
Beschriebene Symptome sind: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Irritationen der Augen und Schleimhäute sowie Atemwegserkrankungen. Auch eine erhöhte Asthmaneigung konnte in der schwedischen Studie gezeigt werden.
Wichtig sind die Pflanzenerden auch bei Schimmelpilz- und Raumluftmessungen, denn sie können die Ergebnisse verändern und zu falschen Rückschlüssen führen.
Neue Erde – neuer Start der Bakterien- und Schimmelpilzbesiedlung. Eine „gute“ Blumenerde ist wichtig (s.a. auch 2.).
Die Wurzeln und der Blumentopf sollten gereinigt werden. Wir empfehlen einmal umtopfen pro Jahr.
Wir empfehlen torffreie, biologische Erde (z. B. Ökohum) – erhältlich im Fachhandel oder in Bioläden. Alternativ selbst hergestellte Erde (2/3 Mutterboden + 1⁄3 reifer Kompost).
Mit etwas Übung können Sie gute Erde auch riechen. Positivbeispiele sind Waldboden (aus einem Mischwald), biologische Blumenerde oder reifer Kompost.
In der Hydrokultur steht das Wasser im Topf und die Gefahr der Schimmelbildung ist größer. Wir empfehlen Blumenerde!
Jeder gießt mal zu viel und dann muss das überschüssige Wasser ablaufen können. Verwenden Sie einen Untertopf und decken das Loch mit einer Tonscherbe ab (sodass das Wasser noch vorbeilaufen kann). Eine erste Schicht aus Sand, Kies oder Blähton unterstützt diesen Prozess.
Wenn Ihr Leitungswasser gechlort wird, viele Chemikalien enthält oder sehr kalkhaltig ist, kann das Milieu verschoben werden und die Schimmelbildung fördern. In den Fällen auf Regenwasser oder gefiltertes Wasser zurückgreifen.
Das ist eine spezielle „Gemeinschaft“ von Bakterien, die das Milieu in der Pflanzenerde positiv beeinflussen. Wichtig ist auch hier: gute Erde, sauberes Wasser und das Gießverhalten, damit es funktioniert.
Dieser Tipp erfordert etwas Übung und Beobachtung. Es geht darum, eine Balance zu finden von zu viel und zu wenig Wasser.
Fakt: wenn die Erde zu lange zu feucht bleibt, steigt das Risiko der Schimmel- und Bakterienbildung massiv – also moderat gießen.
Quellen:
Fischer, G., Dott, W., (2003): Relevance of airborne fungi and their secondary metabolites for environmental, occupational and indoor hygiene, Arch Microbiol 179, 75-82
Kim, J.L., Elfman, L., Mi, Y., Wieslander, G., Smedje, G., Norbäck, D. (2007): Indoor molds, bacteria, mirobial volatile organic compounds and plasticizers in schools-association with asthma and respiratory symptoms in pupils. Indoor Air 17, 153-163
]]>Der Schimmelspürhund kann versteckten Schimmel in Böden, Wänden und Decken finden.
Wir haben ein Interview mit Katrin Besemer (Hundeführerin bei Stuttgart) geführt und alle wichtigen Fragen in 4 min zusammengefasst (einfach das nachfolgende Bild anklicken).
Geklärt wird im Youtube-Video:
Franzi (der Schimmelhund) wird in Stuttgart + ca. 200km Radius eingesetzt. Wir haben zahlreiche Handwerker und Sachverständige bundesweit, die eine Begehung richtig deuten und eine hochwertige Sanierung durchführen können.
]]>Feinstaub entsteht durch Abrieb, Abnutzung sowie chemischen und physikalischen Reaktionen. Erwiesen ist, das sich Feinstaub negativ auf die Gesundheit auswirkt. Wie gefährlich er ist wird durch die Größe und die Zusammensetzung der Partikel bestimmt.
Wie diese und weitere Faktoren zusammenhängen und was Sie konkret tun können erfahren Sie auf dem Vortrag:
Referent: Dipl.-Ing. Waldemar Bothe
Datum: 13.05.2017
Veranstaltung: LIFE Tagung
Die Parameter Umweltverträglichkeit, Schimmelwidrigkeit, Geruchsneutralisierung, Antistatik und der Feuchteausgleich sind für das Raumklima und die Gesundheit besonders wichtig und werden im Kontext zu unterschiedlichen Baumaterialien dargestellt. Bauberater kdR haben diese Parameter natürlich in der Ausbildung vertieft behandelt.
Steht bei Ihnen ein Innenausbau an – wir beraten Sie gerne.
]]>Neben Vertretern aus Industrie und Hochschulen war Bauberater kdR Robert Simon vertreten. Er zeigte in seinen praxisnahen Ausführungen zur hygienischen Bewertung von Baumaterialien, wie man Holzbauten aus Sicht der IAQ (Indoor Air Quality) richtig planen und konstruieren kann. Hierbei ging es neben den rein technischen und chemischen Aspekten auch um eine juristische Betrachtung von aktuellen Innenraumluftrichtwerten die dem modernen Holzbau gerade in den letzten Jahren immer größere Schwierigkeiten bereiten. Speziell die holztypischen „sowieso“ Emissionen werden nach Ansicht des Referenten unverhältnismäßig streng bewertet und führen deshalb oftmals zu vermeidbarem Stress zwischen den Bauherren und dem Holzbauunternehmer. Zum Abschluss gab Robert Simon noch einen kleinen Einblick in die aktuellen Normenentwürfe für zukünftige EU-VOC-Normen an dessen Erarbeitung er als Mitglied des CEN TC 351 WG2 (Emissions from construction products into indoor air) beteiligt ist. Die abschließende Podiumsdiskussion zeigte wie hoch das Interesse bei den Zuschauern zu diesem Thema ist.
]]>Beschreibung
Die Teilnehmer üben unter fachmännischer Anleitung die Gestaltung attraktiver Oberflächen mit dem wellwall Sumpfkalk- Wohlfühlputz. Die Praxisschulung vermittelt Sicherheit und bringt wertvolle Erfahrung für die praktische Anwendung unter Baustellenbedingungen.
Fragen die sich jeder Anwender stellt, werden anschaulich beantwortet:
Wie muss der Untergrund aussehen?
Wie ist der Untergrund vorzunässen?
Wie wird die optimale Schichtstärke für die jeweilige Struktur erzielt?
Wann ist der richtige Zeitpunkt die zweite Lage aufzubringen?
Wann wird mit dem Glätten begonnen?
Wie wird ein perfektes Finish erreicht?
Was sind die am Häufigsten gemachten Fehler?
Die Techniken werden vom erfahrenen Handwerker Anatoli Bublik unterrichtet.
Geschäftsführer Peter Rehberger wird für alle Fragen zur Verfügung stehen und eine Einleitung geben.
Naturafix – Tagesseminar
am 10.12.2015 (Naturafix – Therm-Line Putz auftragen)
Kosten: 0 € für Bauberater kdR
Uhrzeit: 9 – ca. 17 Uhr
Pro Tag max. 8 Teilnehmer
Anmeldung erforderlich an info@bauberater-kdr.de
Beschreibung
Einen Putz der Wärmestrahlen reflektiert, also perfekt für Wand- und Deckenheizung – das hat Naturafix entwickelt. Das besondere an der Immobilie ist – es gibt Räume mit Innendämmung (Holzweichfaser) und es gibt Räume ohne. Frieren oder schwitzen – das wird die Frage im Winter sein :-).
Sie können lernen wie der Putz aufgetragen wird und was das besondere dabei ist. Sowie das Funktionsprinzip der Wandheizung mit einem Parallel-Durchfluss (Tichelmann-Prinzip).
Als Gast-Dozent wird Thomas Knopp folgenden Vortrag halten:
am 10.12.2015 Öko- und Energieeffizienz beginnt im Raum und an der Innenwand – Grundwissen Rund um die Strahlungswärme – Vorteile, Argumente, Auswirkungen
Minoa Lehm – Tagesseminar
am 11.12.2015 (Auftrag des minoa Feinputz)
Kosten: 0 € für Bauberater kdR
Uhrzeit: 9 – ca. 17 Uhr
Pro Tag max. 8 Teilnehmer
Anmeldung erforderlich an info@bauberater-kdr.de
Beschreibung
Lehm und Kalk – eine super Kombination. Auf einen Naturkalk-Grundputz wird der volldeklarierte und Synthetik-freie Lehmfeinputz von minoa aufgetragen und Sie können es praktisch erlernen.
Lehmspezialist und Geschäftsführer Sebastian Ott wird die theoretischen Grundlagen erklären und die praktische Verarbeitung zeigen.
]]>Beschreibung
In dieser Woche wird hauptsächlich der Naturkalk – Grundputz sowie die Kalk – Haftbrücke des Herstellers Wellwall verarbeitet. Besonders interessant ist das Verputzen von Wandheizungen und Holzweichfaserplatten. Daneben werden Eckschienen aus Edelstahl gesetzt und Gewebe eingeputzt.
Geeignet für jeden der die Verarbeitung der Naturkalke kennenlernen möchte.
Die Techniken werden vom erfahrenen Handwerker Anatoli Bublik unterrichtet.
Ab dem 09. November werden weitere Termine für den Oberputz (wellwall dry SumpfKalk-Wohlfühlputz, wellwall SumpfKalk-Marmorputz) bekannt gegeben. Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen unter 07161 / 4018150 oder info@bauberater-kdr.de.
]]>Jahrelang wurde der gefeierte, recycelte Zusatzstoff Woolit in Ziegel und auch in Deckenplatten gemischt. Er besteht aus alter Glas- / Steinwolle und gefährlichen Stäuben aus Filteranlagen. Genehmigt durch falsche Gutachten, nicht erkannt durch Kontrolleure der Regierung.
Ein Gesundheitsrisiko entsteht bei allen Arbeiten, bei den denen Staub freigesetzt wird z.B. beim Bohren, Schlitze klopfen. Abgesehen davon ist der Wertverlust von belasteten Immobilien enorm. Bei Rückbauten und Abriss ist der Sondermüll teuer zu entsorgen.
Welche Ziegel belastet sind und in welche weiteren Baumaterialien Woolit noch gemischt wurde – keiner weiß es genau, aber es gibt Untersuchungen um auf Nummer sicher zu gehen. Wir arbeiten mit modernen Laboren zusammen und können Sie hierbei unterstützen. Kontakt.
Verwendete Quellen: Das Erste, Exclusiv im Ersten: Giftmüll für den Wohnungsbau, 27.07.2015
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